1921
Gründung zu Pfingsten, damals als Landesgruppe ‚Niedersachsen‘
15 Pudel
bei der Gründungsversammlung in der ‚Hansa‘, dazu doppelt so viele Pudelfreunde
1997
Einweihung unseres Klubhauses am Oststeinbeker Weg
Die heutige Bezirksgruppe Hamburg des Deutschen Pudel-Klub geht auf eine Gründung der Landesgruppe „Niedersachsen“ zu Pfingsten 1921 in unserer Hansestadt zurück. Initiator war Ludwig Müller, Schwerte, ein begeisterter Pudelfreund, Züchter, Zuchtrichter und rühriger Organisator.
Als Vorsitzende wurde Frau Maria Brandmeier gewählt. Der Bereich der LG Niedersachsen umfasste ein Gebiet von der dänischen Grenze bis Hannover und von Mecklenburg bis etwa Wilhelmshaven.
„… 15 Pudel und mindestens doppelt so viele Pudelfreunde …“
Ludwig Müller über die Gründungsversammlung, 1921
1921–1932
Die Anfänge
Die Landesgruppe wuchs langsam: Mitte 1930 hatte sie 23 Mitglieder, 1932 etwa 50. Man half sich gegenseitig und fuhr mit den Pudeln per Barkasse auf der Elbe.
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Er war seinerzeit allerdings noch Mitglied im Internationalen Pudel Verein (I.P.V.) und auch dessen Schriftführer, doch wurde die jahrelange Coexistenz mit dem (älteren) Deutschen Pudel Klub bereits ein Jahr später, also 1922, durch die Fusion des IPV mit dem DPK beendet. Geschäftsführender Vorsitzender des DPK wurde der IPV¬Vorsitzende (bis 1945) Franz Bazille, Stuttgart, dem nicht nur der Deutsche Pudel Klub viel verdankt, sondern die gesamte Kynologie, besonders in der Organisation und im Ausstellungswesen.
In seinem Bericht über die Gründungsversammlung in Hamburg schreibt Ludwig Müller, wie freudig überrascht er war, in der „Hansa“ 15 Pudel und mindestens doppelt so viele Pudelfreunde angetroffen zu haben. Die erste Versammlung der neuen Gruppe wurde auf Sonntag, den 5. Juli ins Kolonial Hotel, Bes. Schriftführer Georg Meyer, einberufen.
Die Anfänge ab 1921


Die Anzahl der Klubmitglieder und die der dazugehörigen Pudel erscheint uns heute geradezu lächerlich gering. Zu der damaligen Zeit besaß der Pudel aber wenig Popularität und es war das allergrößte Anliegen des Deutschen Pudel-Klubs und seiner Mitglieder, für den Pudel wieder einen größeren Liebhaberkreis zu gewinnen. Ausstellungen und Umzüge mit den Pudeln waren dabei wichtige Werbeveranstaltungen in der Öffentlichkeit. Die anfängliche Mitgliederzahl steigerte sich nur langsam, Mitte des Jahres 1930 betrug sie 23. Das Klubleben spielte sich in einer ganz anderen Form ab, als wir es heute kennen. Die kleine Schar von Mitgliedern bildete eine richtige „Pudel Familie“. Es war Ehrensache sich gegenseitig zu helfen, wenn ein Mitglied unverschuldet in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen war und die Hundesteuer nicht aufbringen konnte oder sonstige Notsituationen eingetreten waren. Ein Tierarzt unter den Mitgliedern, behandelte kranke Pudel kostenlos.
Er gab den Mitgliedern auch Anschauungsunterricht und öffnete verendete Tiere, die aus ungeklärter Ursache eingegangen waren. Auf diese Weise vermittelte er den Züchtern Wissen. Die Veterinärmedizin steckte damals noch sehr in den Anfängen, so gab es z.B. noch keine Staupeschutzimpfung. Ein rostiger Nagel im Trinkwasser, so meinten die damaligen Züchter, würde die Hunde vor der Staupe bewahren. Ein Irrglaube, der sich bis in die 50er/60er Jahre gehalten hatte. Die ordnunsgemäße Zucht wurde überwacht, wobei es auch zu gelegentlicher Zuchtsperre kam. Ebenso gehörte die Arbeit für den Tierschutz zu den Obliegenheiten einiger energischer und beherzter Mitglieder. Mit einem entsprechen Ausweis versehen, wurde von diesen ehrenamtlichen Helfern manche bedauernswerte Kreatur von ihrem Leiden erlöst.

(Aus alter Zeit: „MUNITO“ war ein berühmter dressierter Pudel, der in den Jahren 1814-1818 in London und Paris seine Kunststücke zeigte.)
Die Mitglieder trafen sich oftmals jede Woche einmal. Offiziell jedoch, gehörten 2 Tage im Monat dem Klubleben. Ausflüge ins Grüne waren sehr beliebt. Die Hunde konnten sich nach Herzenslust austoben, während ihre Frauchen und Herrchen im Freien an der Kaffeetafel saßen. Abends dann ließ man sich in einem bäuerlichen Gasthof ein Schinkenbrot munden. Man hatte noch Zeit damals und viel Spaß daran, seinem lernbegierigen Pudel allerlei Kunststückchen und Harlekinspossen beizubringen. So gab es eine weiße Großpudeldame, mit dem klangvollen Namen „Geisha“, die im Stand in 2,20 m Höhe durch einen Rahmen von 43 cm im Quadrat sprang. Ein schwarzer Großpudelrüde war von seinem Herrn abgerichtet einen Betrunkenen zu imitieren und zwar mit allen Nuancen die man sich darunter vorstellen kann. Unter den Mitgliedern war ein Schiffseigner, der in der schönen Jahreszeit seine Barkasse fast jeden Sonntag kostenlos zur Verfügung stellte.
Man fuhr auf der Elbe nach Cranz, Stade oder sonst einem idyllischen Fleckchen am Elbufer und diese Ausflüge mit den Hunden brachten viele frohe Stunden. Fast immer gab es dabei erheiternde Zwischenfälle mit den Vierbeiner, z.B. wenn ein schneeweißer Königspudel nach dem Besuch einer Kuhweide grüngefleckt wiederkam, oder ein übereiliger Hund das Landemanöver nicht abwarten konnte und plötzlich in die Elbe platschte. Zur Zeit der Gründung der Landesgruppe waren die Nachwirkungen des 1. Weltkrieges noch lange nicht überwunden und die Inflationszeit bahnte sich an. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland waren Aufzucht und Verkauf von Pudeln nicht einfach, die Tiere wurden oft nur gegen Erstattung der reinen Futterkosten abgegeben. In der Zucht herrschte der Großpudel vor, besonders die Weissen waren sehr beliebt. Es wurden jedoch auch kleine Pudel gezüchtet, wie z.B. von Ludwig Müller unter seinem Zwingernamen „Vom Siegerheim“. Die Zwergpudel der damaligen Zeit entsprachen aber meistens kaum dem gewünschten Standard.
Die Mitgliederzahl innerhalb der LG stieg weiter und betrug 1932 etwa 50. Der Gesamtklub hatte am 1.1.1930 eine Anzahl von 448 Mitgliedern. Zu frühen Gönnern und aktiven Mitgliedern zählten in Hamburg vor allem Herr Dr. Dörstling als Zuchtwart und seine Frau Hedwig als erfolgreiche Großpudel Züchterin (Zwinger „Vom Mönchshof“), die sich seit der Gründung der Landesgruppe ganz in den Dienst für den DPK stellten. Herr Dr. Dörstling war kostenlos als juristischer Berater innerhalb der LG tätig und hochherzig beglich er aus eigener Tasche durch Ausstellungen oder andere Veranstaltungen der Klubkasse entstandene Defizite, auch unterstütze er notleidende Klubmitglieder.

Ebenfalls großen Dank schuldet Hamburg dem unvergessenen Johannes Brügge. Er erfüllte sich seinen Jugendtraum mit dem Erwerb eines weißen Großpudelrüden im Jahr 1932. Für DM 50,00 kaufte er beim Züchterehepaar Wenzel und Anni Petr in Hamburg seinen wunderschönen späteren Champion „Karo vom Alsterufer“. Kurz darauf trat Johannes Brügge dem Deutschen Pudel-Klub bei, wurde sehr bald Vorstandsmitglied und widmete fortan seine Freizeit den Belangen des Klubs.
1933–1959
Neuordnung bis zur Ortsgruppe Hamburg
Ab 1933 wurde das Hundewesen umorganisiert, der DPK hieß „Fachschaft Pudel“. Nach dem Krieg stiegen die Mitgliederzahlen stark; am 1. März 1959 wurde die Ortsgruppe Hamburg gegründet.
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Ab 1933: Neuordnung bis zur Ortsgruppe Hamburg 1959
Durch die Nationalsozialisten erfolgte ab 1933 eine vollständige Umorganisation des Hundewesens. Alle bisher gebräuchlichen Bezeichnungen wurden geändert und personelle Umbesetzungen vorgenommen. Der Deutsche Pudel-Klub wurde zur „Fachschaft Pudel“, die bisherige Dachorganisation, das „Deutsche Kartell für Hundewesen (DHV)“ (entspricht unserem heutigen VDH) hieß nun „Reichsverband für das Hundewesen (RDH)“ und eine „Einheitssatzung“ für alle Vereine wurde eingeführt. In diesem Jahr erfolgte erstmals eine organisatorische Trennung zwischen der LG Niedersachsen, die jetzt „Landesfachschaft“ hieß, und der Stadt Hamburg. LG Vorsitzender ist Johannes Brügge, Vorsitzender der „Fachgruppe Hamburg“ Herr Radecke, Gründungsmitglied von 1921.
Im Juni des Jahres 1938 wurden innerhalb des Hundewesens Stimmen laut, den Großpudel und den Kleinpudel den Gebrauchshunden zuzurechnen. Die Folge war eine Anfrage seitens der RDH an die Fachschaft Pudel, wieweit sich der Pudel als „Meldehund“ verwenden ließe. 1941 wurde daraufhin die Körung durch Franz Bazille eingeführt und taugliche Pudel dann tatsächlich im Krieg als „Meldehunde“ „eingezogen“ Herr Brügge übersiedelte 1939 nach Salzburg und Herr Dr. Dörstling übernahm spontan dessen vakant gewordenen Vorsitz und hat es verstanden, in den schweren Kriegsjahren das Klubleben und die Pudelzucht hochzuhalten.
Die Kriegsjahre 1939 1945 haben gerade in Hamburg große Lücken hinterlassen. Nicht nur bei den Mitgliedern, sondern auch bei den Pudeln.
Nach Kriegsende wurden die ersten privaten Verbindungen wieder aufgenommen. Offizielle Zusammenkünfte waren von den Alliierten verboten und somit war an einen Wiederaufbau des DPK überhaupt nicht zu denken. Johannes Brügge war mit seiner Frau und seinem zweiten weißen Großpudelrüden „Teddy von der Möglingshöhe“ nach Hamburg zurückgekehrt. Zwei Jahre nach Beendigung des Krieges wurde ein Wiederaufbau des Klublebens möglich. Zonal, also innerhalb der einzelnen Besatzungszonen, konnte der DPK bei dem jeweiligen Amtsgericht wieder eingetragen werden. Für Hamburg bedeutete dies, dass die ursprüngliche Landesgruppe Niedersachsen und spätere Fachschaft Schleswig Holstein/Hannover, nun zum „Deutschen Pudel Klub e.V. (Britische Zone)“ wurde. Erst am 3. September 1949 konnten die drei Pudel-Klubs der sogenannten „Trizone“, durch Franz Bazille in München beim Amtsgericht als „Deutscher Pudel-Klub e.V., Sitz München“ als ein Ganzes wieder eingetragen werden. Die Pudelfreunde der „Ostzone“ und späteren DDR jedoch schlossen sich dem nicht an. Die früheren Bezeichnungen wurden wieder eingeführt und damit auch der Name „Landesgruppe Niedersachsen“.
Nun begann der Siegeszug des Pudels, wobei Klein und Zwergpudel dominierten. Am Großpudel hatten immer weniger Hundefreunde Interesse, sodass er fast in Vergessenheit geriet. Ein Grund dafür waren aber auch die beengten Wohnverhältnisse und man kann wohl sagen, ein Modetrend zugunsten des kleinen Pudels, der zum Statussymbol wurde. Die Modeschur, von den Nationalsozialisten als undeutsch verboten, machte nun den hübschen, lustigen und liebenswerten Pudel so populär, sodass er unter allen Rassehunden, nach dem Deutschen Schäferhund und dem Teckel, den 3. Platz der Beliebtheitsskala belegte. Die Folge war ein explosionsartiger Anstieg der Mitgliederzahlen und natürlich ein ebensolcher Anstieg der Zucht. Um der Mitgliederbetreuung gerecht werden zu können, mussten die bestehenden Gruppen geteilt und neue Gruppen gegründet werden. So erging es auch der Landesgruppe Niedersachsen. Der nördliche Landesteil wurde abgetrennt und erhielt den Namen Nord West mit dem Sitz in Hamburg. Eine eigene Ortsgruppe Hamburg gab es als Nachfolgerin der „Fachgruppe Hamburg“ noch nicht wieder, sie war 1945 erloschen.
Von 1949 bis 1956 führte Johannes Brügge neben seinen vielen anderen Aufgaben als Zuchtwart, Zuchtrichter, Hauptzuchtwart, auch als Vorsitzender die Landesgruppe Nordwest. Nachfolger wurde Dr. Fritz Dietrich. Vorstandsmitglied und zugleich Zuchtrichter war zu dieser Zeit Dr. F. W. Reimlinger. Ihm verdankt der DPK sein 1958 und in zweiter Auflage 1960 erschienenes Sachbuch „Der Pudel“. Ein mit spritziger Feder geschriebener Ratgeber rund um die Pudelrasse. Das Vorwort schrieb der damalige Vorsitzende des DPK, Dr. Hans Thurn. Nachfolgender Vorsitzender wurde

Herbert C. Andresen ab Oktober 1958 mit Gerd Hans Preuß als seinen Stellvertreter. Als Kassiererin und Schriftführerin konnte der Vorstand Frau Dora Schmidt gewinnen, die von Berlin nach Hamburg übergesiedelt war. Das Klubleben ist außerordentlich rege und der Zustrom von Mitgliedern hält ständig an.
Diesen werden fachliche und gesellige, wie auch gesell-schaftliche Veranstaltungen geboten, für die größtes Interesse gezeigt wird. Teilnehmerzahlen von 300 Mitgliedern an den Klubabenden sind keine Seltenheit. Da gab es Ausstellungen an verschiedenen Orten der Landesgruppe, Fach-vorträge mit Lichtbildern, Twist Tanzturniere, Autokorso, Sommerfeste

und vieles mehr. Beson-ders beeindruckend war ein großer Festumzug, anlässlich des Welttierschutztages. Mit allen möglichen Haustieren, vor allem aber mit Rassehunden, an dem auch eine große Gruppe mit Pudeln teilnahm. Darunter historische Persönlichkeiten wie, Dr. Faustus mit seinem schwarzen Pudel, Rokoko-Damen mit ihren Schoßhündchen. Der Festumzug führte durch die Hamburger Innenstadt bis zur Moorweide.
Dichtgedrängt standen die begeisterten Bewunderer der vielen schönen Tiere und fröhlichen Menschen hinter den Absperrungen, es war ein Triumph für die Liebe zum Haustier.
Welttierschutztag in Hamburg mit Mitgliedern und Herrn Schiffmann mit der weißen Großpudel-Hündin „Trixi vom Walddorf“ gew. 1958 Am 1. März 1959, bedingt durch das weitere Anwachsen der Mitglieder, wird die Gründung der Ortsgruppe Hamburg vollzogen. Ihr Vorstand ist bis auf weiteres mit dem Vorstand der Landesgruppe identisch.
1959–1977
Die Ortsgruppe Hamburg
1959 erschien die erste „Hamburger Pudelpost“, im April 1960 begann die Pudelausbildung. Nach Jahren in wechselnden Lokalen stand das Klubheim in Öjendorf bereit.
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Die Ortsgruppe Hamburg
Nun regt sich auch der Wunsch nach einer eigenen „Hauszeitung“, um die Mitglieder über alle Aktivitäten der neuen Ortsgruppe Hamburg zu informieren. Bisher geschah dies in Form von Rundschreiben. Das Vorhaben durchzusetzen gelingt dem Vorstand und im Jahr 1959 erscheint die erste Ausgabe der „Hamburger Pudelpost“ im Verlag B. Neumann, Hamburg, Inhaber unser Mitglied Herr Schürger. Finanziert wird das neue Mitteilungsblatt durch Anzeigenakquisition des Verlages und durch Zuschüsse aus dem Mitgliederkreis in Form einer Umage.

Im April 1960 wird eine große Neuerung eingeführt: die Pudelausbildung. Etwa 18 20 Teilnehmer treffen sich sonntags auf dem Übungsplatz. Unter der Leitung des langjährigen Übungswartes der Ortsgruppe Wandsbek des Schäferhund Vereins, Alfred Marquardt, werden die ersten Pudel zu „Verkehrssicheren Begleithunden“ ausgebildet und 6 Monate später bestehen alle 9 gemeldeten Pudel die Prüfung. Anlässlich des Sportfestes der Ausbildungsgruppe, wird Herr Marquardt offiziell als Ausbilder von DPK Pudeln, in die Kluborganisation aufgenommen. Nachdem Herr Andresen im Oktober 1960 zum Präsidenten des DPK gewählt wurde, gibt er seinen Vorsitz in der Ortsgruppe Hamburg ab und setzt als seinen Nachfolger Gerd Hans Preuß kommissarisch ein. Die anschließende Wahl ergab folgende Vorstandszusammensetzung: 1. Vorsitzender Herr Preuß, 2. Vorsitzender Clemens Müller, 3. Vors. und Schriftführerin Frau Dipl.Ing. Irmgard Arnold, Kassenwartin bleibt die so sehr arbeitsfreudige Dora Schmidt. Die Zuchterfolge sind in diesem Jahr laut Mitteilung des LG Zuchtwartes Dr. Hugo Kohls sehr gut, sie betragen innerhalb der LG Nordwest 188 Würfe mit insgesamt 817 Welpen.

Die LG Nordwest zählt jetzt 1020 Mitglieder. Im Laufe der gut drei Jahrzehnte, die seitdem vergangen sind, haben die Vorstände häufig gewechselt. Das Klubleben verläuft außerordentlich rege. Die Veranstaltungen werden von vielen Mitgliedern besucht, deren Zahl immer mehr anwächst, sodass laufend neue geeignete Klublokale gesucht werden müssen. Vom Keller im „Schinkenkrug“ am Hauptbahnhof, bis etwa 1952 ins Hotel „Zum Kronprinzen“ an der Kirchenallee gewechselt wurde, dann ab 1958 ins „Winterhuder Fährhaus“. Auch das Restaurant „Lackemann“ in Wandsbek war eine Zeitlang Versammlungsort, wie auch die Räume der „Sechslingspforte“, „Patzenhofer am Dammtor“, „Besenbinderhof“ usw.. Es war ein „Vagabundendasein“, bis dann endlich 1976 das Klubheim in Öjendorf in Eigenbau und Eigenhilfe den Mitgliedern für alle Veranstaltungen zur Verfügung stand.


Ein langer Weg! Alle für den Deutschen Pudel-Klub bedeutsamen Dinge haben das Klubleben in Hamburg aktiv beeinflusst. Die Aufnahme der Modeschur in den Standard des Pudels 1965, die internationale Anerken-nung des Silberpudels 1966 und des Apricotpudels 1977. Davor die Einführung des Leistungssportes 1960, später die Aufnahme des Toy Pudels als vierte Größe in den Standards und in allerjüngster Zeit, die nationale Zulassung der Mehrfarben und roten Pudel, sowie die Einführung von „Agility“. Viele Jahre war Hamburg Austragungsort internationaler Ausstellungen und nebenbei auch noch nationaler Schauen, stets mit hohen Meldezahlen. Leider wurden die internationalen Ausstellungen später nur noch in immer größeren Zeitabständen abgehalten, bis sie vom Veranstaltungskalender ganz gestrichen wurden.
Die Gründe waren die hundefeindliche Haltung des Hamburger Senats, was sich auf geeignete Ausstellungsräume bezog und der fehlende Nachwuchs der Veranstalter. Die Ortsgruppe Hamburg, später in Bezirksgruppe umbenannt, verlor in den vergangenen 60 Jahren seit der Gründung aber niemals ihre stets für die Sache pulsierende Energie! Da gab es in den 50er/60er Jahren die Veranstaltungen „Dame mit Hund“, das Pudelrennen wurde „erfunden“, Eberhard Ohlsen (Zwinger „Vom Danebrog“) ist der „Vater“ unserer allseits beliebten Welpenschauen. Nebenbei kamen Kegler (bis heute!) und Skatspieler zu ihrem Recht! Pudel Quiz Veranstaltungen á la Peter Frankenfeld brachten „volle Häuser“, ebenso Feste mit Jux und Schwof! Das Freizeitverhalten der Menschen hat sich seit jenen Jahren sehr verändert, was sich bei der Gestaltung und dem Besuch der Klubveranstaltungen niederschlägt. Fernsehen, Reisen haben leider den früher beliebten Veranstaltungen den Rang abgelaufen und die Vorstände müssen ganz neue Konzepte finden, um sich dem Zeitgeist anzupassen. Eins davon ist „Agility“, Spaß und Spiel mit dem Kameraden Hund, für das sich 1992 beim Debüt auf dem Gelände des Freizeitcenters in Hamburg Öjendorf sogar das Fernsehen interessierte.

Anerkennung 30 Jahre zuvor konnte sich die Sportgruppe der OG Hamburg zweimal einen Fernsehauftritt erobern: 1964 innerhalb der Samstag Sendung „Schaubude“ der ARD mit der Vorführung einiger Mitglieder der Sportgruppe unter der Leitung von Alfred Marquardt, zusammen mit einem Interview des damaligen Präsidenten Herbert C. Andresen durch Hermann Rockmann. Später in einem Interview mit Alfred Marquardt im ZDF durch die Redakteurin Wibke Teichgräber unter dem Motto „Pudel Schule“. Assistiert wurde Herr Marquardt dabei von je einem schwarzen und einem silbernen Pudel aus dem Hause „Vom Danebrog“ Führend war Hamburg auch mit seinem Interesse an der Cruft’s Show in England. Unter der Regie von Frau Otty Boysen (Bernhardiner Züchterin) nahmen im Februar 1961, 16 Mitglieder des DPK aus Hamburg an einer 5 tägigen Reise nach London teil. Das Unternehmen war zu der damaligen Zeit derart außergewöhnlich, sodass eine Pressekonferenz veranstaltet wurde und die Hamburger Zeitungen darüber berichteten. Ebenfalls wichtig für die Presse waren ausführliche, bebilderte Berichte über Ausstellungen. Ganz Hamburg in Staunen versetzte eine Großvorführung der Sportgruppe auf der Hamburger Moorweide!

Die Saat, die Ludwig Müller 1921 in Hamburg gesät hatte, war aufgegangen. Franz Bazille, Stuttgart, im Pudelring 1926 Unsere BG befand sich 1970/71 leider in einer kleinen Krise, es gab eine a.o. Hauptversammlung im „Patzenhofer“ und nachdem die Differenzen beseitigt worden waren, trat Ruhe ein und unsere Vorsitzende Annerose Nagel gab sich viel Mühe, alle Pudelfreunde unter einen Hut zu bringen. Und es gelang! Es fanden sehr gut besuchte Ausstellungen bei „Lindtner“ in Harburg statt und zu unseren Klubabenden, zu Welpenschauen sowie Weihnachtsfeiern trafen wir uns im „Besenbinderhof“. Zuchtwarte waren zu diesem Zeitpunkt Ursula Thiel und Otto Behncken, die beide ein sehr großes Wissen hatten und auch die Zucht unserer Pudel mit Argusaugen überwachten. Unsere Züchter Henny Hartig und auch Erna Volz hatten bei unserem „OB“ keinen leichten Stand.

Rüdenschau in Wedel 1974 Richterin: Frau U. Thiel Dann war da noch unsere liebe Mee Behncken, die mit sehr viel Charme die Welpenvermittlung fest im Griff hatte. Ihren Posten betrachtete sie wirklich als Lebensaufgabe, obwohl sie uns häufig mit „HINSCHMEISSEN“ drohte.
1973–1975
Sportgruppe und Klubhaus
Die Sportgruppe unter Alfred Marquardt trainierte auf dem Windhundeplatz in Farmsen. Am Fuchsbergredder baute die BG Gelände und Klubhaus selbst; die erste Hauseinweihung war 1974.
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Sportgruppe und Klubhaus
Hervorragend war in all‘ den Jahren jedoch unsere Sportgruppe unter Alfred Marquardt und es trafen sich mindestens 18 20 Aktive zu Sport, Spiel und Spaß mit den kleinen und großen Pudeln. Trainiert wurde auf dem Windhundeplatz in Farmsen und es war eine herrliche Zeit, denn die Leistungssportler hielten zusammen und zeigten eine tolle Kameradschaft. Auch in der kleinen Kneipe „Zum Endspurt“ war bei Daisy stets eine gute Stimmung, denn 100 Pkt. oder Klubsieger etc. wurden natürlich gefeiert. Auch gereist wurde tüchtig und unsere Pudel waren gefürchtet, sie zeigten nämlich mit Frauchen und Herrchen tolle Leistungen. Meistens nahmen von der Sportgruppe etwa 12 Pudel an auswärtigen Leistungsprüfungen teil und wenn 7 8 PKW’s unterwegs waren, war die Laune hervorragend und die Begrüßung überall sehr herzlich. Unser leider verstorbener Obmann für das Ausbildungswesen, Lothar Schmidt, und unser jetziger 1. stellv. Präsident Berni Büchel gehörten zu dieser Zeit noch zum „Fußvolk“, absolvierten mit ihren Hunden ebenso aufgeregt die Prüfung wie alle anderen Teilnehmer und waren einige Jahre später fabelhafte Leistungsrichter. Das Hamburger Training gestaltete Herr Marquardt immer sehr interessant, denn es wurde nicht nur auf dem Platz geübt. Es gab Such und Nachtübungen, Pudelrennen, Futterverweigerung und vieles mehr. Es war rundum eine tolle Zeit!


Unsere kleine Kneipe “ Zum Endspurt“ Inzwischen hatte Frau Nagel leider den Vorsitz abgegeben und unsere 1. Vorsitzenden wechselten ständig. Da hatten wir zuerst Johannes Kohlmann, dann Walter Riechelmann, Sigrid Loderstedt, Herbert C. Andresen einige Male und Herrn Marquardt Zu Johannes Kohlmann sollte jedoch noch erzählt werden, dass er für unsere BG ein richtiges Arbeitstier war und wir zu seiner Zeit die höchste Mitgliederzahl in unserer Gruppe verzeichnen konnten. So besuchte er täglich in und um Hamburg herum seine Kunden und hatte in seinem Auto stets einen Berg von Beitrittskarten für den Deutschen Pudel-Klub. Sah er unterwegs nun eine Person mit einem Pudel, wurde angehalten und Herr Kohlmann überzeugte die Hundebesitzer davon, dass es für den Hund unbedingt wichtig sei, Mitglied im DPK zu sein. Bei der Abstimmung für Beschlüsse der Landesgruppe hatte Frau Loderstedt damals 9 Stimmen und d.h., dass unsere Bezirksgruppe über 400 Mitglieder zählte, denn jede Gruppe hat für angefangene 50 Personen = eine Stimme. So richtig berappelt hatte sich unsere Bezirksgruppe 1973 und es wurde ein Freizeitcenter für den Klub geplant. Peter Konrad war sagenhaft und für unsere BG ein wirklicher Volltreffer. Wäre er nicht gewesen, wir hätten vielleicht bis heute nicht ein so herrliches Gelände. Er lief von Behörde zu Behörde und wurde nach einigen Wochen für seine Emsigkeit belohnt. Das Bezirksamt Billstedt verpachtete uns 10.000 qm am Fuchsbergredder und Herr Andresen, Herr Konrad und Frau Loderstedt nahmen das Gelände unser ehemaliges Freizeitcenter in Augenschein.
Der erste Eindruck war einfach entsetzlich! Der ganze Platz war eine riesige Müllkippe mit alten Autos, Fahrrädern, Kühlschränken, Unrat aller Art, großen Steinen, Sandbergen und Urwaldgestrüpp. Jeder der diese Wüstenei sah, fragte sich insgeheim, wann dieser Platz wohl zu benutzen sei und woher bekommen wir nur das viele Geld dafür, denn die BG hatte kaum Ersparnisse. Aber unsere Herren krempelten die Ärmel hoch und allen voran war es erneut Peter Konrad, der mit Herbert C. Andresen und Gerd von Boden die Sache in den Griff bekam. Überhaupt konnten wir uns über unsere Mitglieder nicht beklagen, denn Hanne und Günter Schulz, Alfred Marquardt, Bernd Meyer, Heinz Schwonberg, die Ehepaare Behrens und Heisig, Trudel Andresen, Hilde Luther, Annemie und Herrmann Wentzin, Kalli Ritsch und viele mehr waren bereit ihre Freizeit für unser Projekt zu opfern. Ganz toll waren aber auch die Leistungen unserer kleinen Jugendlichen, denn Oliver Konrad und Torsten von Boden konnte man getrost als volle Arbeitskraft bezeichnen. Die Damen sorgten für das leibliche Wohl. Zuerst wurde der Schrott abgefahren, dann ebnete ein Bagger unser Gelände ein, Pfähle wurden gesetzt und ein Zaun gezogen. Nachdem der Grassamen in der Erde war, stand auch schon die nächste Planung auf dem Programm. Da wir nun aber pleite waren und dringend Geld benötigten, verkauften wir für DM 100,00 einen Schlüssel für die Eingangspforte und baten unsere Mitglieder um Spenden. Auch das klappte prima und hier sollten vor allen Dingen unsere Züchterinnen Frau Hartig und Frau Volz erwähnt werden, denn der Erlös von manch‘ einem verkauften Wurf, landete in unserer „Baukasse“.


Nun benötigten wir aber auch noch ein Klubhaus und die Zeitungen wurden studiert. Wir fanden und kauften eine guterhaltene Baubude, transportierten diese nach Öjendorf und nach der Fertigstellung des Fundaments, entstand unser erstes gemütliches Klubhaus. Es war klein, aber ein wirkliches Schmuckstück und unsere Helfer, allen voran Peter Konrad und Gerd von Boden die fast Tag und Nacht geschuftet hatten, konnten wirklich stolz auf ihr Werk sein. Hauszusammenbau,Hilde Luther (auf dem Dach) und unsere beiden Perlen. Unsere erste Hauseinweihung fand 1974 statt und unser Präsident, Landesgruppen-vorsitzender, Zuchtrichter und Mitglied der BG Hamburg, Herbert C. Andresen, freute sich über das gelungene Projekt, lobte den großen Einsatz der Gruppe und zeigte sich auch recht großzügig. Nicht nur finanziell, sondern auch als Freund, denn er hatte ebenfalls viele Stunden auf unserem Bau gearbeitet und seine Ratschläge konnten wir gut gebrauchen.

Gisela und Peter Konrad von hinten: H.C.Andresen
1975 mußte Frau Loderstedt ins Krankenhaus und Herr Andresen übernahm den Vorsitz unserer Bezirksgruppe. Schnell stellte sich heraus, dass unser Klubhaus zu klein war und angebaut werden musste. Finanziell ging es uns durch die Kantine inzwischen etwas besser und es waren Peter Konrad und Gerd von Boden, die Sache in die Hand nahmen. Eine Wand verschwand, Pfeiler wurden gesetzt und das Klubhaus verdoppelt. Außerdem entstand eine kleine Terrasse und unser Domizil war perfekt. Das Geschirr, die Gardinen und das Mobiliar stammte vorwiegend aus Spenden unserer Mitglieder.
1981–1993
Die zweite Hauseinweihung
Am 08.05.1986 zerstörte eine Brandstiftung das Klubhaus, am 1. November 1986 wurde der Neubau eröffnet. 1992 kam Agility dazu, am 28. August 1993 feierte die BG 60 Jahre.
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Die zweite Hauseinweihung

Alfred Marquardt trat 1981 als Übungswart zurück und Christine Heisig wurde gewählt und übernahm den Posten gern. Herr Marquardt löste zur gleichen Zeit Herrn Andresen als Vorsitzenden der BG ab und wurde unser neuer Boss. Er war ja lange genug im Vorstand, kannte alle Verpflichtungen eines Vorsitzenden gut und führte ohne Schwierigkeiten unsere Bezirksgruppe weiter. 1984 trat Alfred Marquardt aus gesundheitlichen Gründen zurück und Hartmut Fichtner wurde zu unserem neuen Vorsitzenden gewählt. Obwohl für Herrn Fichtner alles Neuland war, brachte er Schwung in unsere Gruppe und organisierte hervorragende Ausstellungen in der Eissporthalle Farmsen. Da er ein guter Züchter (Zwinger „Silver Topstar“) ist, beherrschte er die Materie schnell und sein Ideenreichtum war für uns stets zum Vorteil. Man denke nur an unsere beliebten Sonntagsessen oder seine Leckereien vom Grill.

Doch am 08.05.1986 hatte nicht nur Hartmut Fichtner einen rabenschwarzen Tag, sondern unsere ganze BG Hamburg. Durch eine böse Brandstiftung wurde unser Klubhaus völlig zerstört und alle waren sehr, sehr traurig. Gott sei Dank waren wir gut versichert und dieses Mal krempelte Herr Fichtner mit seinen Helfern die Ärmel hoch. An erster Stelle stand jetzt die Frage: Wie geht es weiter? Zur Debatte stand Restaurierung, Sanierung, Abbruch und Neubau. Das beste System war Neubau und geplant wurde ein Fachwerkhaus im Landhausstil. Da dieses Projekt erneut in Eigenleistung erstellt werden sollte, zog uns die Versicherung einen nicht gerade geringen Betrag ab und es musste wie gehabt um Spenden bei unseren Mitgliedern gebeten werden. Somit musste ab sofort kostengünstig geplant werden und den Entwurf hierfür übernahm Kuno Hasch. Die Organisation und Bauleitung lag in den Händen von Hartmut Fichtner.
Nachdem der Abriss vollzogen war, konnten wir gottlob unser altes Fundament benutzen und der Neubau wurde gestartet. Material gab es in Hülle und Fülle, auch viele fleißige Helfer waren zur Stelle, die so manchen Schweißtropfen vergossen haben. Nach harter Arbeit konnte bereits im August das Richtfest gefeiert werden. Das war der erste Schritt und nun folgten die Feinarbeiten. Das Dach musste gedeckt werden, die Installation folgte und ebenso eine neue Terrasse. Im Oktober fingen die Innenarbeiten an und dieses war noch ein hartes Stück Arbeit. Es gab kein Wasser, kein Klo und alles musste mühsam fertiggestellt werden. Anschließend kamen die Fenster, die Toiletten wurden verfließt, die Wände tapeziert, eine Bar gebaut, Gardinen genäht, Alarmanlage eingebaut und Tische, Stühle und vieles mehr gekauft. Als auch die Gartenanlagen ein neues Gesicht erhalten hatten, konnte am 1. November 1986 die Neueröffnung gefeiert werden. Es bot sich allen ein traumhafter Anblick, denn so schön war unser Klubhaus noch nie. Hiervon können sich alle anhand der Bilder überzeugen.
So aalglatt wie hier geschrieben, verliefen die 5 Monate leider nicht, denn wie bei jedem Neubau gab es auch bei uns kleine Fehl bzw. Rückschläge, aber nach einer kleinen Krise und etlichen „Götz von Berlichingen“ wurde erneut in die Hände gespuckt und weiter ging es mit Humor. Aber ist es nicht sagenhaft, ein derartiges Projekt innerhalb von 5 Monaten fertig zu stellen?

Auf dem Foto sehen wir Hartmut Fichtner, wie er die Wand vom Altbau einreißt!
Während der Bauzeit fanden keine Klubabende statt, denn erstens war Urlaubszeit und zweitens unser Klubhaus viel, viel wichtiger. Lediglich die Leistungssportler konnten den Übungsbetrieb auf unserem Gelände ungestört ausführen und auch unsere Pudel tobten wie eh und je über den grünen Rasen. Trotz aller Bauarbeiten führte unser Hartmut Fichtner mit seiner Mannschaft im Jahre 1986 die Hamburger Pudel Zuchtschau in der Eissporthalle Farmsen durch und somit konnte sich eigentlich niemand beklagen. Lediglich unsere Kassenwartin Thea Mundt, denn ihre Gelder litten unter der „Schwindsucht“ und die BG Kasse musste sich wieder kräftig erholen. Aber auch das klappte mit den Spenden unserer Mitglieder recht gut.
Bei der Hauptversammlung 1988 wurde Peter Klenner zum Vorsitzenden der BG Hamburg gewählt und Hartmut Fichtner fungierte nun als stellv. Vorsitzender. Herr Klenner hatte bei der Bauerei tüchtig geholfen und das Klubleben unserer Bezirksgruppe und viele Mitglieder mit ihren Hunden kennen gelernt. Es fiel ihm keineswegs schwer, die Zügel unserer BG in die Hand zu nehmen. Er hatte durch Hartmut Fichtner eine erstklassige Unterstützung. Die Zusammenarbeit zwischen Herrn Klenner und dem Vorstand war ausgezeichnet. Mitte 89 wurde seine Arbeit aber je unterbrochen. Sein Großpudel hatte sich einem anderen Pudel gegenüber garstig benommen. Wegen den gegenseitig verfassten Briefen und der Beschwerde der Kontrahentin bei dem Präsidenten des DPK, Herrn Andresen, wurde Herr Klenner seines Amtes enthoben, seine Mitgliedsrechte ruhten. Jahre später gestand Herr Andresen in einem Gespräch Herrn Klenner ein, dass er das alles eigentlich nicht gewollt habe, daran hätten nur die Frauen schuld gehabt. Um welche Frauen es sich hier handelte, möchte ich der Fantasie der Leser überlassen.
In diesem Jahr war Hamburg auch wieder einmal mit der Bundessieger-Leistungsprüfung an der Reihe, die von unserer Übungswartin Christine Heisig wie immer tadellos vorbereitet und durchgeführt wurde. Frau Heisig ist seit 1972 in unserer BG, war mit ihrem ersten Pudel „Endy“ von Anfang an in der Sportgruppe bei Leistungsprüfungen recht erfolgreich und setzte die guten Ergebnisse mit ihren beiden nächsten Hunden fort. Die Ehrungen der DPK Sieger 1988 nehmen hier vor:

Der Präsident des Deutschen Pudel-Klub Herbert C. Andresen (links) und der Leistungsrichter Erhard Fürstenau (Mitte). Sitzend unser Mitglied Horst Eber mit seiner erfolgreichen „Mandy“
Sie hat in 20 Jahren 380 Leistungsprüfungen absolviert und insgesamt 1042 Punkte erreicht. Somit ist Frau Heisig im DPK diejenige, welche die meisten Punkte unter den Sportlern zu verzeichnen hat. Aber auch die von Frau Heisig geleiteten Prüfungen waren stets korrekt und recht ordentlich besucht. Zwischenzeitlich bemühte sie sich, den Pudeln mit ihren Hundeführern Leinenführigkeit und Gehorsam beizubringen.
Da auch Herr Fichtner eine Sperre für das Amt des Vorsitzenden hatte, rückte er nicht zum Ersten auf. Als Nachfolgerin von Herrn Klenner übernahm im Sept. 1989, Frau Annerose Nagel und mit Hartmut Fichtner als Stellvertreter, hatten wir ein ausgezeichnetes Gespann. Leider ohne Kassenwart, der hatte aus Protest gegen den Widerruf von Herrn Klenner, sein Amt nieder gelegt. Frau Nagel, sowie auch Herr Fichtner, haben ein hervorragendes kynologisches Wissen und das zeichnete auch unsere Veranstaltungen aus.
Wie überall bekannt, klappten unsere Ausstellungen einwandfrei, die Sommerfeste waren super und die Leistungsprüfungen, Welpen und Rüdenschauen waren gut besucht. Ja, selbst die Veteranenschau fand großen Anklang. Im Jahr 1990 konnte sich unsere Frau Nagel über Arbeit nicht beklagen, denn sie war nicht nur Vorsitzende, sondern musste jetzt auch die Posten der Schriftführerin und Kassenwartin übernehmen. Das war natürlich unmenschlich und so ging Frau Loderstedt bei der HV im Jahre 1991 wieder als Schriftführerin in den Vorstand. Übernahm die Hamburger Pudel Post, suchte interessante Themen für Klubabende aus und erledigte die Schreibarbeiten für die Bezirksgruppe.
Frau Loderstedt brachte einen etwas veränderten Stil in unsere Hauszeitung der überall großen Beifall fand, sodass wir in ganz Deutschland viele Abonnenten haben. Um Frau Nagel arbeitsmäßig zu entlasten, benötigten wir nun noch einen tüchtigen Kassenwart und den fanden wir bei der HV 1992. Frau Tank von Leesen war als Bankkauffrau für diesen Posten geeignet und erfüllte ihre Aufgabe tadellos. Unsere Gelder wurden gut verwaltet und die Bezirksgruppe hatte etwas auf der hohen Kante. Alles lief bestens bei uns in Hamburg und aus diesem Grund ehrte unser neuer Präsident Herr Rolf Eggerking während der Weihnachtsfeier im Hotel EGGERS am 14.12.1991 Frau Nagel und Herrn Fichtner mit der DPK Nadel in GOLD.
Aus gesundheitlichen Gründen musste Frau Nagel 1992 ihr Amt leider zur Verfügung stellen und das ist ihr wirklich nicht leicht gefallen. Aber wir hatten ja unseren Hartmut Fichtner, der sofort den Vorsitz übernahm und auch bei der HV gewählt wurde. Frau Nagel stand uns weiterhin mit Rat und Tat zur Seite, nahm am Klubgeschehen teil und freute sich auch auf unsere beliebten Sonntagsessen, die uns unser Spitzenkoch Hartmut Fichtner zubereitete. In Jahr 92 wurde auch der neue Hundesport AGILITY in unsere Bezirksgruppe aufgenommen und mit finanzieller Unterstützung des DPK und einem Sponsor, umgehend ein Parcours gekauft. Viele Mitglieder und Pudel fanden großen Spaß daran und es ist nett anzusehen, wenn unsere Hunde über den Laufsteg spazieren, die Hürden nehmen, sich durch den Slalom schlängeln oder durch den Tunnel flitzen.
Unsere Agilitywartin, Gertrud Everding, war auch mit sehr viel Liebe dabei und konnte ihr Wissen in dieser Sportart unheimlich gut weitergeben. Im Jahre 1993, läuft unsere Bezirksgruppe Hamburg weiterhin fantastisch, das Klubleben war toll, unsere Mitgliederzahl kann sich wieder sehen lassen und die Harmonie stimmte an allen Ecken und Kanten. So hatte unsere Zuchtwartin Elke Ohlsen am 12.06.1993 bei der Welpenschau eine Meldung von 50 Junghunden, aber leider kein schönes Wetter. Trotzdem waren etwa 100 Pudelfreunde bei uns am Fuchsbergredder und auch das war ein gutes Zeichen. Wir konnten sicherlich stolz sein, auf alles was wir erreicht hatten und feierten mit Recht am 28. August 1993 unser 60jähriges Bestehen der Bezirksgruppe Hamburg. Doch im Vorwort, der Festschrift über 60 Jahre BG Hamburg, hatte der Vorstand leider die traurige Aufgabe den Mitgliedern eine recht unangenehme Nachricht mitzuteilen.
1993–1994
Kündigung und Umzug
Am 28. Juni 1993 kündigte die Stadt das Gelände in Öjendorf zum 31. Oktober 1994. Als Ersatz bekam die BG eine ehemalige Schuttkuhle, aufgefüllt mit 11.000 m³ Boden.
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Kündigung und Umzug 1993/94
Am 28. Juni 1993 erhielten wir von der Stadt Hamburg unsere Kündigung zum 31. Oktober 1994 für unser Freizeitgelände in Hamburg Öjendorf. Wir müssen dem Bauvorhaben von etwa 1000 Wohnungen weichen. Da uns die Problematik durch Gerüchte bereits seit mehr als 6 Monaten bekannt war, hat der Vorstand keineswegs die Hände in den Schoß gelegt und abgewartet, sondern entsprechende Verbindungen angeknüpft, Rechtswissenschafter hinzugezogen, Baupläne eingesehen und Ausspracheabende besucht. Auch freie Plätze haben wir uns inzwischen angesehen und hoffen, dass wir im Raum Öjendorf bleiben können. Laut unseres Informanten sind unsere Chancen keineswegs schlecht und wir bitten Sie, liebe Pudelfreunde, halten Sie uns tüchtig die Daumen, damit unsere Pudel übergangslos wieder ein schönes „Zuhause“ bekommen und wir ein Haus für unser Klubleben.
Und dann, liebe Mitglieder, brauchen wir Ihre Hilfe! Das alte Klubhaus müsste abgerissen und wieder neu aufgebaut werden, Pfähle gesetzt und der Zaun gezogen werden und vieles, vieles mehr. Wir sind jedoch schon heute davon überzeugt, dass Sie uns nicht nur finanziell, sondern auch praktisch mit Ihrer Arbeitskraft unterstützen, denn wir tun es alle für unsere Hunde und unser schönes Hobby. Dieses Hobby leistet sich die Bezirksgruppe Hamburg in diesem Jahr seit nunmehr 60 Jahren und wir sind richtig stolz darauf. Kommen Sie mit Ihren Hunden am 28. August 1993 zu uns nach Öjendorf, denn die große Pudelfamilie feiert einen tollen Geburtstag. 1993 war für die BG Hamburg und den Deutschen Pudel-Klub das Jahr der Jubiläen. Am 22. Mai feierte die große Pudelgemeinde in Oldenburg das 100 jährige Bestehen. Viele Hamburger waren nicht nur anwesend und haben ein faszinierendes Fest gefeiert, sondern auch tatkräftig bei den Vorbereitungen dafür geholfen. Am 28. August lud die BG Hamburg zu ihrem 60jährigen Bestehen ein.
Es kamen ca. 200 Gäste, unter ihnen der Präsident des Deutschen Pudel-Klubs, Herr Eggerking mit Gattin, der 1. stellvertretende Präsident, Herr Büchel und Gattin, sowie der Ehrenpräsident Herr Andresen mit Gattin. Fast alle BG-Vorsitzenden der LG Nord-West waren ebenfalls unserer Einladung gefolgt. Auf der ordentlichen Hauptversammlung im Februar 1994 kehrte Peter Klenner wieder in den Vorstand der BG-Hamburg zurück. Er wurde einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzen gewählt. Hartmut Fichtner war glücklich, wieder einen Mitstreiter an seiner Seite zu haben, der sich hier in Hamburg intensiv um einen neuen Platz kümmern konnte. Wir waren froh darüber, dass auch der Bebauungsplan für das Gebiet, in dem unser Platz lag, auch nicht so schnell durch die Ausschüsse lief. Das gab uns etwas Zeit für die Grundstückssuche. Außerdem beschäftigte uns die Frage: „Haben wir überhaupt die Kraft und das Geld, in so kurzer Zeit, ein zweites Mal zu bauen?“ Ja, unsere Gruppe hatte zwar in den letzten zehn Jahren schon vorgebeugt und für diesen Fall gut gespart, aber so richtig begeistert war keiner.
Eine Vorstandssitzung brachte die Entscheidung. Wenn Hartmut und Peter sich zutrauen, alles noch einmal neu zu bauen, stimmen wir zu. Der Vorstand war sich einig. Peter Klenner setzte alle Hebel in Bewegung, um einen neuen Übungsplatz zu besorgen. Bauern, Kirchen und Gemeinden, alle Grundeigentümer wurden abgeklappert. Eine Verpachtung scheiterte am Bebauungsplan oder an den eigenen Plänen der Besitzer. Zuletzt konzentrierte sich aber alles wieder auf das Liegenschaftsamt. Eine Wiese, auf der wir üben können, das war kein so großes Problem, aber ein Haus darauf bauen, unmöglich. Wie sollten wir bloß die Behörde dazu bringen, uns ein Ersatzgelände zu beschaffen, auf dem auch unser Haus aufgebaut werden konnte? Als Schirmherr einer unserer Ausstellung, hatten wir einmal den Ortsgruppen-vorsitzenden der CDU- Billstedt/Horn, Herr Frühauf. Dieser Kontakt hat dazu geführt, dass Peter Klenner Mitglied der CDU wurde. Über die Ortsgruppe wurde ein Antrag bei der Bezirksversammlung eingereicht, -der Bezirksamtsleiter möge dafür sorgen, dass der Pudel-Klub ein Ersatzgelände erhält-. Alle Parteien stimmten einstimmig dafür. Damit war die erste Hürde genommen.


Es gab einen politischen Auftrag. Wie wir alle wissen, wird auch ein politischer Auftrag nicht sofort in die Tat umgesetzt. Aber Peter Klenner hat die Behörden so lange genervt, bis endlich unser jetziger Platz angeboten wurde. O, Schreck, zunächst war es kein Platz, sondern eine ehemalige Schuttkuhle, die hier unter großem Einsatz der Mitglieder frei gelegt wurde. Nachdem kein Baum und kein Strauch mehr standen, wurde in den nächsten Wochen der Boden zum Auffüllen des Geländes herangefahren. 550 LKW’s mit jeweils 20³ Fassungsvermögen wurden hier abgekippt. Das heißt also 11.000 m³ Boden. Hätten wir das alles mit Schaufeln verteilen müssen, ich glaube, wir würden immer noch schaufeln. Eine große Planierraupe hat uns diese Arbeit abgenommen.
Es war kalt und nass, was schert uns das. Langsam wurde eine Fläche aus dem Gelände Jetzt ging es richtig los. Als Erstes haben wir einen großen Container gekauft, damit unser Werkzeug sicher aufbewahrt werden konnte. Ein trockenes Plätzchen stand uns, in all dem Matsch, damit wenigstens auch zur Verfügung. Ganz unter uns, der Wahnsinn lässt grüßen Als erstes musste der Zaun gezogen und das Grundstück erschlossen werden. Es wurde mit Wasser- und Abwasseranschluss, sowie mit Gasanschluss versorgt. Teilweise waren wir bis Mitternacht auf dem Platz, um eine angefangene Sache fertig zu stellen. Jeder hat sein Bestes gegeben und bis zur Erschöpfung geschuftet. Alfons, Hilde, Margot, Thea, Günter, Hanne, Elke, Helga, Gerd, Harald, Helmut, Sylvia, Rolf Heike, Gertrud, Otto, Elsbeth, Heinz, Peter, Ingrid, Hartmut F., Hartmut B., Manfred, Horst, Sabine, Malte, Rolf u. Kornelia aus Unna, Fam. Schenk aus Rahlstedt, Meinhard, Nicki, Jürgen, Holger, Sigrid, Gisela und Georg, Jürgen und Ina, Peter u. Gerd, Christoph, jeder durfte mit anpacken oder spenden. Herzlichen Dank für Eure Leistung. Selbstverständlich danken wir auch allen die uns geholfen haben und hier nicht erwähnt sind, an dieser Stelle noch einmal recht herzlich !
1996–1997
Neues Klubhaus
Am 02. Juni 1996 war Richtfest, am 18.01.1997 die Einweihung des neuen Freizeitcenters am Oststeinbeker Weg. Gebaut wurde in Eigenarbeit, mit 57.000 DM Spenden.
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1996 und 1997

Aber eines muss ich heute sagen, die Verpflegung, ließ keine Wünsche offen. Selbst frische Erdbeertorte wurde an die Baustelle geliefert. Hier Thea Mundt und Elke Klenner, welche die Torte gern entgegen nimmt.

Neben diesen Vorarbeiten hat Herr Klenner die Bauzeichnung eingereicht und für die Baugenehmigung gesorgt. Inzwischen leitete Herr Fichtner das Ausschlachten und den stückweise Abbau des Gebäudes vom alten Gelände. Viel Erde musste bewegt werden. Wie waren wir da froh, dass unser Manfred Jürling, mit einem Grabenbagger, diese Arbeiten erledigt hat. Das Abbauteam Als nun die große Fundamentplatte für das Haus geschüttet war, konnten wir merken, wie die Mitglieder, die nicht mit anpacken konnten, uns durch ihre Spende unterstützt haben. Jetzt waren alle zuversichtlich, dass wir es schaffen würden. 57.000 DM Spenden und 4.200 DM Darlehen durch verkaufte Bausteine, gaben uns auch die Kraft, dieses Werk zu vollenden.
Auch das Darlehen über 15.000 DM von der HG und 20.000 DM von der Landesgruppe haben uns dabei sehr geholfen. Ein ganz besonderer Dank geht hier noch einmal an die Spender kleiner und großer Summen, die zur Erschaffung dieser schönen Anlage beigetragen haben.

Stolz und überglücklich, konnten wir am 02. Juni 1996, unser Richtfest feiern. Es waren viele Mitglieder gekommen, die der Festrede von Herrn Klenner lauschten. Nach den guten Wünschen für das Haus und alle Pudelleute, der verdiente Schluck.

Jeder der konnte, hatte seine Freizeit investiert. Organisationstalent war gefragt und nicht nur das, unsere selbständigen Handwerksmeister Peter Koglin, Rolf Reipöhler, Horst Hartmann und Jürgen Hemmersbach, haben mit angepackt. Durch die Übernahme der Lohnkosten für ihre hier eingesetzten Mitarbeiter und durch gespendetes Material, sind mehrere tausend Mark in unseren Bau geflossen. Mit ihren Arbeiten wurde die Stromversorgung und Beleuchtung des Gebäudes, die Gas- und Wasserversorgung und die Wärmeversorgung sicher gestellt.

Alle Zaunpfähle und Pforten, wurden in tagelanger Schweißarbeit von unserem leider verstorbenen Hartmut Barthel und seinem Arbeitskollegen gefertigt und gespendet. Türen, Fenster und Fensterluken, waren die Spezialität von Gerd Rodegerdts. Die Abluftanlagen baute uns Horst Hartmann und die Decke im Klubraum wurde von Jürgen Hemmersbach eingebaut. Unser lieber Hartmut Barthel, hier beim Herstellen, der von ihm und seiner Frau Sieglinde gespendeten, Zaunpfähle und Pforten.

Wer selbst schon einmal gebaut hat der weiß, wenn der Rohbau steht geht die Arbeit erst richtig los. Für den Innenausbau haben wir alle noch einmal gute 6 Monate Dauereinsatz gezeigt. Dank der Vielseitigkeit und dem handwerklichen Geschick unserer Helfer, machte der Ausbau rasante Fortschritte. Sigrid Loderstedt schreibt in einer Pudelpost – Vergessen wollen wir aber auf keinen Fall unsere „Baumeister“, denn 4-5 Helfer arbeiten, neben ihrem Beruf, täglich fast 8 Stunden und das seit nunmehr einem Jahr. Selbstverständlich alles ohne Bezahlung und wenn wir für diese enorme Stundenzahl nur den geringsten Lohn hätten aufbringen müssen, dann wären wir längst schon pleite.


Vielseitigkeit ist hier Trumpf und es gibt keinen Grund unsere Erfolge zu verschweigen. Unser neues Freizeitcenter ist Spitze ! Diesen Eindruck äußerten all‘ unsere Mitglieder und Gäste bei der Einweihung am 18.01.1997 am Oststeinbeker Weg. Rechtzeitig konnten wir unseren Präsidenten Herrn Rolf Eggerking, sowie den DPK Ehrenpräsidenten, Herrn Herbert Andresen, mit ihren Ehefrauen begrüßen. Aber auch unsere Gäste und viele Mitglieder unserer BG Hamburg waren pünktlich, ebenso aus der Landesgruppe Nordwest die BG’s Neumünster, Lübeck, Mölln, Rendsburg, Westküste Flensburg Schleswig, Ostfriesland und Weser Ems. Die Gruppen Kiel und Kiel Nord besuchten uns einen Tag später zum Sonntagsessen. Und das war gut so, denn am Samstag kamen und gingen insgesamt ca. 180 Pudelfreunde, welche die doch recht gemütliche Enge fröhlich ertragen haben.

Natürlich wurden unsere großzügigen Räumlichkeiten von allen beguckt und bewundert und jeder war des Lobes voll. Nach der Begrüßung durch unseren 1. Vorsitzenden Herrn Hartmut Fichtner, folgte das gemeinsame, von der BG Hamburg gespendete Kaffeetrinken, mit reichlich leckerem Kuchen. Anschließend sprach Herr Eggerking. Er begrüßte alle Anwesenden und lobte unser neues Freizeitcenter, das für die Mitglieder und die Pudel eine wirkliche Erholungsstätte geworden ist. Aber er bedankte sich besonders bei den Helfern, die immerhin ein Jahr lang fast täglich auf dem Gelände viele Schweißtropfen vergossen haben.
Großer Dank galt ebenfalls den vielen hervorragenden Spendern. Nun wurden die Ehrungen der eifrigsten Helfer von Herrn Eggerking vorgenommen und es erhielten die:
- GOLDENE VDH Nadel Hartmut Fichtner und Sigrid Loderstedt
- VDH PLAKETTE NORD IN SILBER erhielt Hilde Luther
- VDH PLAKETTE NORD IN BRONZE bekam Günter Schulz
- DPK VERDIENSTNADEL IN SILBER gingen an die Herren Hartmut Barthel, Peter Koglin und Gerhard Rodegerdts
- DPK VERDIENSTNADEL IN BRONZE wurden verliehen an Sylvia Engelmann, Manfred Jürling, Elsbeth Lohff, Heinz Lohff, Rolf Reipöhler, Helmut Staats und Alfons Sternhagen.
- SILBERNE VDH NADEL: Elke und Peter Klenner
1998–2001
Vorsitzwechsel
Am 31. August 1998 wurde Hartmut Fichtner verabschiedet, Peter Klenner übernahm kommissarisch den Vorsitz und wurde 1999 gewählt. 1999 ging die erste BG-Ausfahrt an den Müritzsee.
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1998 bis 2001
Jetzt war es Zeit für unsere Hunde und diese tobten sich tüchtig auf den großen Plätzen aus. Zuzusehen ist da wirklich ein Genuss! Übrigens hatten uns alle BG’s ein Geschenk mitgebracht. DANKE sagt die BG Hamburg. Gepudelt und erzählt wurde heftig, zwischendurch gab es delikates Abendbrot und am späten Abend endete dieser denkwürdige, harmonische Tag.

Unsere Hilde mit Hanne Fichtner, nach langer Zeit wieder hinter dem geliebten Tresen. Bei dem großen Ansturm, war sie etwas abgespannt Bis zum Juli 1998, war die Welt noch in Ordnung. Wir waren eine tolle Mannschaft mit Hartmut Fichtner an der Spitze. Jeder hatte seine Aufgabe zu erfüllen und wir handelten einvernehmlich, nach dem Motto: Geteilte Arbeit, ist halbe Arbeit. Alle Veranstaltungen wurden gemeinsam geplant und durchgeführt. Die von Hartmut bestens geleiteten Zuchtschauen waren sehr beliebt und immer gut besucht. Regionalschauen, Pudelrennen, Sommer- und Weihnachtsfeste, fanden bei den Mitgliedern recht gute Zustimmung.


Gut aufeinander eingespielte Partner gingen auseinander.Peter Klenner Hartmut Fichtner Am 31. August 1998, wurde im Beisein unseres Präsidenten, Herrn Rolf Eggerking, unser langjähriger 1. Vorsitzende, Herr Hartmut Fichtner, verabschiedet. Es waren schöne Jahre, die mit viel Arbeit und Aufbau verbunden waren. So unsere Klubgelände am
Fuchsbergredder und später unser derzeitiges Gelände am Oststeinbeker Weg. Herr Eggerking würdigte das Engagement von Herrn Fichtner sehr und die Mitglieder fanden nette Worte und überreichten ihm Geschenke. Aber private Gründe muss man respektieren und so begann eine neue Aera. Leider konnte ich dies an jenem Tag das nicht akzeptieren, denn alles kam für mich sehr überraschend. Die Verabschiedung wurde von einigen Mitgliedern heimlich vorbereitet.
Ich habe das erst mitbekommen, als Herr Eggerking auf den Parkplatz fuhr. Die Mitglieder hatten schon gemerkt, dass es zwischen uns, aus Gründen die ich hier nicht nennen möchte, Unstimmigkeiten herrschten. Leider hatte aber keiner den Mut, mit mir über die geplante Verabschiedung zu sprechen. Hartmut hatte mir zwar einige Zeit vorher erklärt, dass er aus privaten Gründen nach Berlin ziehen und damit sein Amt niederlegen würde. Ich bedauerte das sehr, sah sofort den Berg Arbeit vor mir, den wir bis zu diesem Zeitpunkt gemeinsam bewältigt hatten. Darum war ich nicht sehr begeistert von seiner Nachricht. Am Tag der Verabschiedung war ich also maulig, zumal ich kurz vorher noch eine kleine Auseinandersetzung mit ihm hatte. Peti Koglin würde sagen: “Das Leben ist keine Ausstellung,“ und so ist es auch. Die Fehler sind erkannt und es hat sich wieder ein gutes Verhältnis zwischen uns aufgebaut. Herr Eggerking setzte am 31.08. 98 unseren stellv. Vorsitzenden Herrn Peter Klenner kommisarisch als 1. Vorsitzenden ein und die Arbeit konnte für ihn beginnen. Und wie!
Um unseren Wassermengen auf den Pudelplätzen zu Leibe zu rücken, wurde Material besorgt, Helfer angesprochen und als der Bagger bereit stand, arbeiteten etwa 12 Herren und einige Damen im Schlamm und Wasser etliche Tage manchmal bis 23.00 Uhr wie die Weltmeister. Inzwischen ist die Drainage in der Erde und der Ablauf klappt recht gut. BRAVO Nr. 1. Nun waren alle sehr gespannt auf unser erstes Sonntagsessen, denn wir alle zeigten uns verwöhnt durch Hartmut Fichtner. Wir hatten den 01.11.98 und ein fast volles Haus. Es gab Selleriesuppe, Schweinebraten gefüllt mit Backpflaumen sowie Kartoffelklöße und es mundete allen köstlich. Ein Mitglied stand auf und verkündete im Namen ALLER eine Lobeshymne. Auch das klappte bestens also BRAVO Nr. 2. Ein gelungener Einstand und weiterhin eine glückliche Hand im Namen der BG -Hamburg- Mitglieder, schrieb Sigrid Loderstedt in ihrem Zeitungsbericht. Auf der Hauptversammlung der BG-Hamburg 1999, wurde Peter Klenner zum 1. Vorsitzenden gewählt. Sigrid Loderstedt legte wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit ihr Amt als Schriftführerin nieder und wurde auf Vorschlag von Herrn Klenner, für ihre Verdienste um die BG Hamburg, von den Mitgliedern, einstimmig, zur Ehrenvorsitzenden der BG Hamburg ernannt.
Rolf Reipöhler wurde stellvertr. Vorsitzender, Elsbeth Lohff neue Schriftführerin. Bernd Saft, Übungswart für den Leistungssport und Anetté Baasch-Werner, Übungswartin für Agility. Mit der zur Hälfte erneuerten Mannschaft kamen auch neue Ideen. Neben unseren jährlichen Veranstaltungen, wurde erstmals eine BG-Ausfahrt geplant und durchgeführt. Die Mitglieder waren begeistert und der Bus war ruckzuck ausgebucht. Unser erstes Ziel im Jahre 1999 war der Müritzsee. Alle Mitglieder waren voll des Lobes über die Reise. Weihnachtsfeier im Klubhaus, vorgeschlagen und ausgerichtet von Frau Schiffler-Bödicker und Herrn Bödicker, auch nicht schlecht, mal was Neues. Den ersten Rückschlag als Vorsitzender, erlebte ich bei einer Vorstandssitzung im Februar 2000. Rolf Reipöhler, mit dem ich eigentlich immer gut zusammen gearbeitet hatte, legte aus persönlichen Gründen, überraschend sein Amt als stellvertr. Vorsitzender nieder.
Im Mai 2000, konnten wir unser langjähriges Mitglied Peter Koglin, der jetzt in Rente gegangen war, als stellvertr. Vorsitzenden gewinnen. Auf der Hauptversammlung 2001, wurde Peter einstimmig gewählt. Eine gute Wahl. Auch die jährlichen durchgeführten Zuchtschauen konnten, nach dem Weggang von Hartmut, weiterhin erfolgreich durchgeführt werden. Mit der fachlichen Unterstützung von Horst Ullrich, ist es uns doch jedes Jahr gelungen, gut besuchte Schauen auf die Beine zu stellen. Danke Horst Ullrich.
2001–2002
Dank
Die BG zahlte die Darlehen für den Bau zurück und dankt Mitgliedern, die sie geprägt haben, darunter Herbert C. Andresen, Annerose Nagel und Alfred Marquardt.
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Ab 2001 und Dank
Im Jahre 2001 hat unserer Schriftführerin Frau Lohff ihr Amt wegen der angeschlagenen Gesundheit ihres Mannes nieder gelegt. Horst Hartmann ist komm. eingesprungen und wurde auf der HV 2002 von den Mitgliedern gewählt. Sabine Adomeit übernahm die Redaktion der Hamburger Pudel-Post. Trotz aller Schwierigkeiten der letzten 5 Jahre, haben wir es gemeinsam geschafft unser Darlehen von 15.000 DM bei der HG und das Darlehen von 20.000 DM bei der Landesgruppe zu bezahlen. Die auch in diese Zeit fallende Rechnung für Sielanschlussgebühren von 7.000 DM haben wir ebenfalls erarbeitet und bezahlt. Ich bin der Meinung, die Mitglieder können zu recht stolz auf ihren Vorstand sein.
Bevor diese Jubiläumsausgabe endet, möchten wir jedoch noch ein paar Worte über BG Mitglieder sagen, die für uns sehr wichtig waren und denen wir großen Dank schulden. Das bekannteste Mitglied unserer BG Hamburg, Herbert C. Andresen, trat 1955 in den DPK ein, löste Dr. Dietrich als Vorsitzenden ab, wurde 1958 zum Vorsitzenden der LG Nordwest gewählt und 1960 zum Präsidenten des DPK. Als Herr Andresen die Landesgruppe übernahm, existierten lediglich die Ortsgruppen Bremen und Kiel, alle anderen OG’s wurden später von ihm gegründet. Auch als DPK Richter war Herr Andresen tätig und hat in 35 Jahren viel für unsere Pudelrasse geleistet, besonders aber für unsere BG Hamburg. Außerdem hat er uns geholfen, dass die Modeschur anerkannt wurde und die Farben silber und apricot auf den Ausstellungen gezeigt werden durften. Aber nicht nur für die Pudel schlug sein Herz, er war für alle Tiere da und arbeitete lange Jahre, intensiv für den Hamburger Tierschutzverein. Vergessen wollen wir aber auch nicht, dass es das Ehepaar Andresen war, das sich im hohen Alter unseres Johannes Brügge liebevoll angenommen hatte. Insgesamt gesehen war Herbert C. Andresen eine Persönlichkeit, welche die Bezirksgruppe Hamburg nicht vergessen wird.
Erwähnt werden muss ebenfalls unsere Annerose Nagel, denn auch sie ist seit fast 40 Jahren in unserer BG und durch ihr großes Pudelwissen nicht nur bei uns in Deutschland bekannt. Auf Ausstellungen holten ihre großen Weißen viele, viele Preise und der Zwinger „Vom Walddorf“ war stets eine gute Adresse. Sagenhaft und sicherlich unbezahlbar, ist jedoch Frau Nagels Pudelarchiv. Was dort vorhanden ist, ist einfach unbeschreiblich und kann sich kein Pudelfreund vorstellen. Raritäten von unschätzbarem Wert! Was Frau Nagel ansonsten im Vorstand geleistet hat, das haben wir bereits in dieser Zeitschrift erwähnt und auch ihr gilt unser Dank.

Ein Dankeschön ist für Alfred Marquardt bestimmt. Auch er hat tüchtig im Vorstand gearbeitet, aber es gibt noch herausragende Leistungen die lange für uns zur Selbstverständlichkeit geworden sind. So gründete er im Jahre 1960 mit Herbert C. Andresen unsere Sportgruppe und trainiert wurde in Jenfeld, bei den Schäferhunden. Eine der ersten Teilnehmerinnen war Frau Arnold, mit ihrem Großpudel braun „Bonny v. d. Niederlanden“, zu dessen Gedenken damals der Gedächtnispokal ausgetragen wurde. Stifterin dieses Ehrenpreises, war in jedem Jahr unsere Frau Arnold. 1963 wurde durch Alfred Marquardt die Prüfungsordnung für den DPK erstellt und Leistungsprüfungen fanden statt. Die ersten 3 Richter waren die Herren Dr. Schoenert, Frankfurt, Ammann, Süddeutschland und Alfred Marquardt, Hamburg. Auch unsere heutigen Leistungsbücher stammen von Herrn Marquardt und ebenfalls die Richtlinien für die Punktvergabe sowie der Anwartschaften. 1970 trat Sigrid Loderstedt in den Klub ein und fing bereits nach 3 Monaten mit der Vorstandsarbeit an.
Ihr Wissensdurst und ihre Lust zu arbeiten, war für die BG Hamburg ein richtiger Glücksfall. Um all’ ihre DPK-Ämter gut ausführen zu können, besuchte sie Ausstellungen, war Ringschreiberin, absolvierte Leistungsprüfungen, war selbst Ausstellungsleiterin und Vorsitzende der BG Hamburg. 28 Jahre Klubarbeit, herzlichen Dank dafür. Keine ist mit der Gruppe Hamburg so verbunden, wie unsere liebe Hilde Luther. Seit 45 Jahren Mitglied und 25 Jahre hinter dem Tresen. Hilde hat viele kommen und gehen sehen, aber nie ihren Posten verlassen. Ein Leben für den Klub. Hilde, wir lieben Dich!! Hartmut Fichtner hat von 1984 bis 1988 und 1992-1998 die Gruppe maßgeblich als Vorsitzender mit neuen Ideen, hervorragend organisierten Zuchtschauen und züchterischen Leistungen geprägt und geführt. Herzlichen Dank, Peter Klenner, der 2 Jahre als Kassenwart, 4 Jahre als stellvertretender Vorsitzender und 6 Jahre als Vorsitzender mit tatkräftiger Unterstützung seiner Frau Elke, (5 Jahre Kassenwartin), die BG geleitet und geprägt hat.
Dank an dieser Stelle auch unserer Agility-Wartin, Anetté Baasch-Werner. Sie hat 5 Jahre die Sport-Gruppe geleitet und mit Ihren erfrischenden Ideen für unsere Feste und BG-Ausfahrten, viel zum Wohlbefinden unserer Mitglieder beigetragen. Unsere „ Putzkolonne“ Gisela Jenni, Sabine Adomeit, Hilde Luther und Elke Klenner, die jeden Mittwoch dafür sorgen, dass die Mitglieder am Wochenende ein gepflegtes, sauberes Haus vorfinden, möchte ich nicht vergessen und ihnen recht herzlich für ihre Arbeit danken. Ohne unsere fleißigen Küchenhilfen, Petra Arnold, Sylvia Engelmann und Lilo Thormählen würde das Essen nur halb so gut schmecken. Herzlichen Dank für Eure Hilfe.
Dankeschön gilt nicht nur allen genannten und ungenannten Vorstandsmitgliedern, sondern auch unseren treuen Mitgliedern und Züchtern die es uns ermöglicht haben, unseren liebenswerten Pudeln eine Vorrangstelle unter den Rassehunden einzuräumen.
Hast du alte Fotos oder Geschichten?
Wir ergänzen die Chronik gern, vor allem die Jahre nach 2002.